Planungsprozess zum Aufbau des Pastoralen Raumes

Prozess zur Pastoralvereinbarung

 

Die Erstellung der Pastoralvereinbarung macht weitere Fortschritte. Die Kapitel 0 (Vorwort zur Erstehungsgeschichte), 1 (Zum Selbstverständnis des Pastoralen Raumes, zum Auftrag sowie zu den Visionen und Zielen) und 2 (Menschen im Lebensraum) waren schon länger so gut wie fertig. Ein Bibelabend am 13. März konnte für das Kapitel 1 noch einige Hilfen beisteuern zur Deutung jener Bibelstellen, die im Leitbild des Pastoralverbundes aus dem Jahr 2005 schon eine grundlegende Bedeutung gehabt haben: Die Geschichte von Abraham und Sara (Gen 18,1-5) und die Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,1-26).

 

In der Sitzung des Pastoralverbundsrates am 15. März wurden zwei weitere Kapitel beraten und beschlossen: 5 (Vereinbarung zum Bereich der Strukturen und Organe) und 6 (Vereinbarung zum Bereich der Abläufe, Prozesse, Kommunikation). Derzeit ist das sehr umfangreiche Kapitel 3 (Vereinbarungen zu Angeboten, Programmen und Dienstleistungen) in der Beratung. Es ist der Schwerpunkt der Pastoralvereinbarung, da es über die 4 Handlungsfelder verteilt alles zu beschreiben versucht, was wir in Gottes-, Verkündigungs- und Sakramentendiensten, in der Caritas und bei den verschiedenen pastoralen Gelegenheiten anbieten und zur Antwort geben auf die Frage: „Wozu bist du da, Kirche im nördlichen Siegerland?“. In Kapitel 3 geht es um die – modern gesprochen – „Kernprozesse“ unseres Handelns als Kirche. Vieles andere, wie z.B. ein Pfarrbüro, ein Pfarrbrief oder eine Homepage sind keine Kernprozesse, sondern haben nur eine unterstützende und dienende Funktion.

 

Eine dienende Funktion hat auch das Kirchenvermögen (vgl. can. 1254 CIC) einschließlich aller Gebäude. Im „Leitfaden zur perspektivischen Nutzung kirchlicher Immobilien in den Pastoralen Räumen“, den das Erzbistum herausgegeben hat, steht: „Alle kirchlichen Immobilien dienen dem Erreichen pastoraler Ziele. Diese pastoralen Ziele werden im Pastoralen Raum vereinbart“ (S. 16). Das bedeutet: Wir  werden nicht dazu aufgefordert, unsere Pastoral dem Erhalt von Gebäuden unterzuordnen, sondern vielmehr die Frage in die entgegengesetzte Richtung zu stellen, also danach, was wir brauchen und was nicht. Die Vereinbarung „im Pastoralen Raum“ will es nicht bei der Einzelbetrachtung jeder Gemeinde belassen, sondern lädt zur Gesamtbetrachtung ein. Ein Immobilienworkshop zur Standortbestimmung für unsere Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorsteher findet am Samstag, den 20. Mai von 10.00 bis 16.00 Uhr im Augustinusheim statt. Die Ergebnisse dieses Tages fließen ein in das Kapitel 7 der Pastoralvereinbarung (Vereinbarung zum Bereich Ausstattung, Finanzen und Ressourcen). Dieses und das Kapitel 4 (Vereinbarungen zu Bereich Personal – Mitarbeiter – Kompetenzen) werden wir über die Sommermonate hin bearbeiten und beraten. Im Herbst diesen Jahres könnte dann die Pastoralvereinbarung insgesamt entscheidungsreif sein. Sie müsste einerseits von unseren Gremien verabschiedet und andererseits von der Diözese genehmigt werden.

 

Die nächste Sitzung des Pastoralverbundsrates, in der das Kapitel 3 beraten und gegebenenfalls beschlossen wird, ist am Dienstag, 23. Mai, um 19.30 Uhr in Kreuztal.