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Gotterfülltes Glück

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste auf der Homepage des Pastoralverbundes Nördliches Siegerland,

die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen Ihnen von Herzen einen hoffnungsfrohen gesegneten Start in das neue Jahr mit einigen besinnlichen Gedanken von Bruder Paulus.

 

Foto: Pixabay

Gotterfülltes Glück
Neues wagen: Ein neues Jahr ist dafür ein guter Anlass

Neues Jahr – neues Glück. Doch dazu braucht es immer zwei. Die eine Seite ist sicher: Gott ist da für Sie. Auch im Neuen Jahr. Auf der anderen Seite wird es da schon schwieriger. Ganz in Wünsch-Dir-Was-Manier kommen viele Menschen mit allen möglichen Ideen zu Gott. Kollege Feuerbach, ein Religionskritiker aus dem 19. Jahrhundert, sprach von der Projektion der Wünsche an den selbstausgedachten Himmel. Ich bin ihm dankbar für diesen beunruhigenden Gedanken. Er drückt in anderen Worten aus, woran sich schon Generationen von Propheten abgemüht haben. „So spricht der Herr: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken. Und eure Gedanken sind nicht meine Gedanken.“ (Jesaja 55,8)

Das Neue Jahr kann nur ein neues Glück bringen, wenn wir nicht am alten Jahr hängen bleiben. Ob Abraham oder Moses – Gott zettelt Aufbruch und Exodus bei ihnen an. Nicht Schweigen und Beruhigung sind die Qualitäten einer erwachsenen Gottesbeziehung. So sehr auch Gestillt-werden und An-der-Brust-der-Mutter-ruhen (Psalm 131,2) mal dran sein können – am Ende muss immer stehen: Ich bin bereit. Sende mich! (Jesaja 6,8)

Die Erneuerungskraft Gottes zulassen

Mir scheint, dass es an letzterem noch ziemlich hapert. Viel zu oft höre ich Menschen von Gestern schwärmen. Viel zu wenig höre ich, welche Perspektiven sie haben. Viel zu wenig wird mir von dem geredet, worauf man um Gottes Willen gespannt ist.

Gott holt Menschen weg von der Herde wie einen König David. Er reißt sie vom Pferd wie meinen Namenspatron. Er spricht sie mitten am Arbeitsplatz an wie den Fischer Petrus. Die Erneuerungskraft Gottes ließen sie in ihrem Leben zu. Das sollte uns ermutigen.

Konkret könnten Sie sich für das Neue Jahr von einigen alten Zöpfen verabschieden. Sie könnten vier Bänke vorrücken in der Kirche; Gott versetzt gern von Stammplätzen. Oder in der Gemeinde gemeinsam überlegen, wie Sie Neuzugezogenen einen Informations- und Einstiegsabend gestalten können. Und wenn Sie es ganz ernst meinen: Wollten Sie nicht schon immer mal Ihre Nachbarn einladen, um die Nachbarschaftshilfe zu aktivieren? Dafür begraben Sie alte Streitigkeiten und lassen mit Gottes Hilfe Fünfe gerade sein für das Neue Jahr, das gotterfüllte Glück!

Bruder Paulus, www.bruderpaulus.de, In: Pfarrbriefservice.de